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Warenwirtschaft

Saisonküche, bei der die Rechnung aufgeht

12. August 2026 · 6 Min.

Saisonküche, bei der die Rechnung aufgeht

Regionale Produkte gelten als teuer. Richtig kalkuliert sind sie der günstigste Weg zu einer Karte mit Profil.

Wer saisonal kocht, kauft dann ein, wenn ein Produkt im Überfluss vorhanden ist – und damit zum besten Preis. Der Denkfehler vieler Betriebe liegt nicht im Einkauf, sondern in der Karte: Sie ist zu lang, zu starr und zwingt zu Bestellungen außerhalb der Saison.

In unseren Projekten arbeiten wir mit einer festen Grundstruktur und wechselnden Komponenten. Zehn Gerichte, von denen drei alle zwei Wochen rotieren, halten den Wareneinsatz stabil und die Gäste neugierig. Die Küche gewinnt Routine, der Einkauf Verhandlungsmacht.

Entscheidend ist die Nachkalkulation. Wir messen den tatsächlichen Wareneinsatz je Gericht wöchentlich, nicht quartalsweise. Wer erst nach drei Monaten sieht, dass ein Gericht zwei Prozentpunkte kostet, hat bereits eine Saison verloren.

Das Ergebnis in einem typischen Projekt: Wareneinsatz von 34 auf 29 Prozent, bei gleichzeitig höherem Durchschnittsbon – weil eine kurze, klar erzählte Karte den Gast zu höherwertigen Gerichten führt.

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